06.05.2008 | Elke-Maria Rosenbusch
Wie Wertschätzung auf Wertschöpfung wirkt
Mehrere Studien aus jüngster Zeit belegen das, was wir alle schon immer geahnt haben: Es sind weder Incentives noch Entwicklungsmöglichkeiten und auch nicht die Entlohnung, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu guten Leistungen motivieren – es sind Respekt und Anerkennung von den Vorgesetzten sowie höflicher Umgang unter- und miteinander. Der Schlüssel zur Motivation heißt Wertschätzung – der Arbeit und der Person durch die Vorgesetzten. Das bedeutet nicht, dass gerechte Entlohnung eine untergeordnete Rolle spielt – Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer setzen eine leistungsgerechte Zahlung voraus.
Alles in allem sind Mitarbeiter in Deutschland mit ihren Chefs nicht zufrieden. Häufig fühlen sie sich von ihren Vorgesetzen alleine gelassen, schlecht informiert (Kommunikation ist immer Führungsaufgabe) und zu wenig gefördert. Fast jeder dritte Arbeitnehmer empfindet die Unternehmenskultur als unzureichend. Die hohe Qualität der Arbeit im Unternehmen ist eine der Voraussetzungen, um Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neue zu gewinnen. In Anbetracht des sich abzeichnenden Mangels an Fachkräften, der in einigen Branchen schon angekommen ist, ist ein hohes Qualitätsniveau der Arbeit eine zwingende Notwendigkeit. Den unmittelbaren Vorgesetzten kommt eine wichtige Rolle zu – an seinem oder ihrem Verhalten liegt es, ob Mitarbeiter zufrieden sind oder Frustration entsteht. Das Verhalten des direkten Vorgesetzten wirkt unmittelbar auf die Leistungsbereitschaft seiner Mannschaft.
Was es braucht ist eine mitarbeiterorientierte (Führungskompetenz, Fairness und Förderung) und auf Werten basierende Unternehmenskultur, denn sie fördert Leistungsbereitschaft, Zufriedenheit und den Unternehmenserfolg. Großen Einfluss auf das Engagement hat ein guter Teamgeist, das Erleben von Zugehörigkeit, Wertschätzung für die geleistete Arbeit und Interesse an der Person. Ein wichtiges Instrument, um eine zukunftsfähige Unternehmenskultur zu etablieren, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, ist eine prozesssichere und auf Wertschätzung basierende Kommunikation, eine der Kernkompetenzen unseres PQ+ Geschäftsfeldes Unternehmenskommunikation. Wichtig ist auch, auf die Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten und sie in ihren Stärken zu fördern.
Statistisch ist nun erstmals ermittelt, dass es einen direkten Zusammenhang von Wertschätzung und Wertschöpfung im Unternehmen gibt. So ist eine mitarbeiterbezogene Unternehmenskultur mit bis zu einem Drittel für den finanziellen Erfolg eines Unternehmens verantwortlich. Unternehmenskultur und gute Kommunikation sind „harte“ und belastbare Faktoren, die ein Unternehmen darin unterstützen, erfolgreicher zu sein – Wertschätzung fördert Wertschöpfung.
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